Innenentwicklung

Innenentwicklung bezeichnet im Städtebau die Strategie, den zukünftigen Flächenbedarf durch die Nutzung innerörtlichen, bereits erschlossenen Flächen zu decken und auf die Ausweisung von Flächen auf der „Grünen Wiese“ weitgehend zu verzichten. Obwohl Innenentwicklung schon lange als wesentliche städtebauliche Zielsetzung definiert ist, hat sich die Intensität des Landschaftsverbrauchs im Außenbereich in den letzten Jahren weiter gesteigert.

Täglich werden in Deutschland zwischen 100 und 120 Hektar Freifläche für Siedlungs- und Verkehrszwecke umgenutzt. Jedes Jahr wird so eine Fläche, die etwa so groß wie die Gemarkungsfläche der Stadt München ist, neu versiegelt.
Die Hauptursachen hierfür sind:




der Anstieg der Wohnfläche pro Person von ca. 14m² (1950) auf mittlerweile ca. 42m² (2004)
die Verkleinerung der durchschnittlichen Haushaltsgröße von 3 (1950) auf heute ca. 2,1 Personen je Haushalt
das kontinuierliche Wirtschaftswachstum, mit der damit verbundenen Steigerung des allgemeinen Lebensstandards und der Ansprüche an die Wohnungsversorgung
die Ausdehnung von Verkehrsfläche




Allmählich setzt in weiten Teilen von Politik und Gesellschaft ein Umdenken ein.
Eine Wiedernutzung brach gefallener Flächen und Gebäude im Innenbereich ist sowohl aus Gründen des Freiraumschutzes als auch in stadtgestalterischer und stadtökonomischer Hinsicht dringend erforderlich.

Zur Erreichung dieser Ziele ist eine aktive Innenentwicklung unumgänglich. Es gilt, innerörtliche Flächenpotentiale zu erkennen, zu analysieren und optimal für neue Nutzungen zu aktivieren.

Hier finden Sie schöne Beispiele für die Innenentwicklung Fürfelds.


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